BILDENDE KUNST:
Karl Meditz,
geboren in Wien,
Julius Fornbacher,
geboren in Gottschee ,
Josef Hutter,
geboren in Gottschee
Georg Ruppe,
geboren in Warmberg/Nesseltal/Gottschee
Michael Ruppe,
geboren in Warmberg/Nesseltal/Gottschee
Suitbert Lobisser,
geboren in Kärnten, Gottscheer Abstammung.
Michael Ruppe und Suitberg Lobisser scheinen schon unter den bekannten österreichischen bildenden Künstlern auf. Lobisser als Holzschnitzer und Ruppe als Maler.
Roman Erich Petsche.
Roman Erich Patsche, Hofrat, Kunsterzieher und Fachinspektor für Kunsterziehung
in Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland mußte bereits im Jahre 1918,
also als Kind das Flüchtlingsschicksal erleben. Sein Vater mußte als Professor
nach Österreich auswandern und erhielt dann in Salzburg eine Anstellung. Im
Jahre 1925 maturierte Hofrat Petsche in Salzburg, studierte daraufhin in Wien
Zeichnen, Handarbeit und Mathematik und erlangte über die Lehramtsprüfung die
Befähigung zur Unterrichtserteilung an Mittelschulen in diesen Fächern. Bis zu
seiner Bestellung zum Fachinspektor 1953 war er als Mittelschullehrer an
Gymnasien und Lehrerbildungsanstalten tätig. In seinem Fach in den
Schulaufsichtsdienst berufen, betreute er bis zum Jahre 1973, also bis zu seiner
Pensionierung die drei genannten Bundesländer. Nach seiner Pensionierung wurde
er zum Konsulenten der oberösterr. Landesregierung bestellt. Neben seiner
beruflichen Tätigkeit widmete sich Hofrat Petsche der Malerei, wo er einen
persönlichen Stil entwickelte, den er „collagierte Kreidezeichnung" nennt. Die
Ausstellungen seiner Arbeiten in Salzburg, Wien, Paris, Brüssel u. a. Orten
machten ihn neben seinen dienstlichen Verbindungen in der Öffentlichkeit sehr
bekannt. Wir sind nun in der glücklichen Lage, Gemälde vom Künstler für unseren
Musealraum unentgeltlich erhalten zu haben, denn Hofrat Petsche verkauft nichts
sondern er stellt seine Arbeiten verschiedenen Institutionen gratis zur
Verfügung.
Helmut Loske aus Unterdeutschau, derzeit in Graz tätig. Er ist der Schöpfer des über dem Altar in der Gedenkstätte schwebenden Kreuzes. Eine ganz andere Version der Christusdarstellung wurde hier geboten. Nicht der leidende Heiland, sondern der Ruhe ausstrahlende und verzeihende Christus schaut auf die Gläubigen herunter, als würde er sagen: „Ihr Gottscheer traget keine Schuld am Geschehen derZeit." Loske hat seine Ausbildung in Graz absolviert. Er ist als Restaurator von Kunstdenkmälern hauptamtlich tätig.
Prof. Erich Tschinkel, der bereits ein Nachfahre Gottscheer Großeltern ist, ist als Kunsterzieher am Gymnasium in Zell a. See tätig. Seine Ausbildung hat er in Graz und Wien genossen. Seine Ausstellungen in Graz, Rom, Wien, Bochum, Leverkusen machten ihn in der Öffentlichkeit bekannt. Weitere Gottscheer bildende Künstler, die allerdings durch Selbststudium ihre Fertigkeiten erlangten, sind:
Johann Mausser aus Unterwarmberg/Gottschee, derzeit in Cleveland,
Johann Rack, derzeit in Cleveland, Anna Böhm aus Gottschee, bereits verstorben,
Pfarrer Heinrich Wittine aus Lichtenbach/Gottschee
MUSIK:
Prof. Engelbert Maurin,
aus Unterdeutschau/Gottschee, dzt. Marburg a. D. Prof. Maurin genoß seine
Ausbildung als Musikpädagoge in Laibach und Wien. Er wirkte als Musikprofessor
an der Deutschen Lehrerbildungsanstalt in Neu‑Werbaß und Marburg a. D. Sein Lied
„lai a hoime, lai a hoime, lai a hoime bin is gern, bu in dr wri dr Hatar tueket
und
Gert Meditz,
Sohn der Eheleute Reinhold und Friede Meditz aus der Stadt Gottschee. Im Jahre
1943 in Gurkfeld geboren, studierte in der Folgezeit an der Grazer
Musikhochschule und später genoß er seine Ausbildung zum Kapellmeister bei
Professor Swarovsky in Wien. 1968 wurde er zum Leiter des
Joseph‑Haydn‑Orchesters Steiermark und zum Direktor der städt. Musikschule Bruck
a. d. M. ernannt. 1971 gründete er das steirische Jugendorchester und 1974 das
österreichische Jugendsymphonieorchester, dessen Leiter er ist. Sein erster
größerer Auftritt war wohl als Dirigent des Akademiechores bei den
Eröffnungsfeierlichkeiten der Gottscheer Gedenkstätte. Bei internationalen
Wettbewerben schon mehrfach ausgezeichnet, ist Meditz heute Gastdirigent im In
und Ausland
Es würde den Rahmen dieser Abhandlung sprengen, würde man alle Menschen aufzählen, die aus Gottschee stammen und auf irgend einem Gebiete etwas leisteten. Jedenfalls ist es heute so, daß fast jede Familie einen Maturanten und jede zweite Familie einen Akademiker in ihren Reihen hat. Aus dem ist ersichtlich, welche schlummernden Kräfte in diesem Völklein, das 600 Jahre in der Abgeschiedenheit lebte, zu finden waren. Diese Kräfte werden nun den Aufnahmestaaten zugute kommen, denn ein Gottschee gibt es nicht mehr.